Nachhaltigkeit ist mittlerweile ein Thema in allen Bereichen des täglichen Lebens. Es soll Endverbraucher und Unternehmen zum Umdenken bewegen. Es geht dabei um ein ökologisches und soziales Gewissen, wozu faire Arbeitsbedingungen, ressourcenschonendes Arbeiten, transparente Handelswege und Recycling gehört. Wir stehen einer gewissen Bringschuld uns selbst gegenüber aber auch der zukünftigen Generation, denn die natürlichen Rohstoffe der Erde sind begrenzt. Auch die schnelllebige Fashionbranche ist bereit zum Umdenken, denn die Nachhaltigkeit bei Kleidungstücken wird ein immer größeres Thema.

Slow Fashion – Was nachhaltige Mode bewirkt

Slow Fashion, dieser Begriff wird bald in aller Munde sein. Aber was bedeutet er? Slow Fashion wirkt genau dieser Kurzlebigkeit entgegen. Kleidung soll langlebig sein und ihren Zweck über mehrere Jahre erfüllen und nicht nur 2-3 Wäschen oder einen Trend lang. Im besten Fall erlebt das Kleidungsstück noch einen Besitzerwechsel als Second-Hand Ware. Bewusst kaufen, das ist der richtige Ansatz. Einfach einmal mehr darüber nachdenken was man wirklich braucht und wie oft man das Kleidungsstück tatsächlich anziehen wird. Musst du wirklich jeden Trend in deinem Kleiderschrank haben? Wir alle wissen, dass so schnell wie ein Trend kommt, er auch wieder geht. Oder kannst du den ein oder anderen Trend einfach an dir vorbei ziehen lassen? Warum solltest du dir Gedanken über die Nachhaltigkeit deiner Kleidung machen? Nicht nur, weil wir alle verantwortlich für die Zukunft sind sondern auch mit unserem Wissen und unseren Mitteln das Leben der schwächeren Ländern beeinflussen können. Dazu trägt jeder einzelne von uns mit seinem Denken und Handeln bei. Dies ist der erste Ansatz der Nachhaltigkeit, der zweite ist die Produktion und Fertigung der Kleidung.

Weiterdenken für Mensch und Umwelt

Immer mehr Endverbraucher möchten wissen, wie und unter welchen Bedingungen ihre Kleidung hergestellt wird. Dies ist leider bis heute sehr schwer nachzuvollziehen. Es gibt dennoch ein paar Dinge auf die wir achten können. Und damit helfen wir nicht nur anderen und der Umwelt, wir tun uns auch selbst etwas gutes. Schließlich tragen wir die Schadstoffe den ganzen Tag auf der Haut, mit denen die Baumwolle etc. behandelt wurden. Slow Fashion ist in jeder Hinsicht nachhaltig und denkt alle möglichen Indikatoren zum Umweltschutz ab, sei es durch Ökosiegel, ethische Hintergründe bei der Produktion oder durch Schonung der Ressourcen. Im Fokus steht Achtsamkeit, was wiederum dazu führt, dass Kleidungsstücke qualitativ hochwertiger sind und somit ein „längeres Leben“ versprechen.

Jedes gekaufte Oberteil, und jeder gekaufte Oberteil und jeder gekaufte Schuh ist ein Stimmzettel. Wenn wir als Endverbraucher immer mehr auf Nachhaltigkeit und Fairness achten, dann sind auch mehr und mehr die Hersteller bereit, umzudenken und umzuschwenken. Dann wird nachhaltige Mode nicht mehr die Ausnahme sonder die Regel sein – und was könnte kleidsamer sein als ein gutes Gewissen?

Es gibt auch einige Siegel die etwas Klarheit in die Herstellung und Nachhaltigkeit der Mode bringen:

Fairtrade Baumwolle / Fairtrade Textile Produktion

Das Fairtrade Baumwolle Siegel gibt es schon sehr lange und stellt sicher, dass die Arbeitsbedingungen in der Baumwollproduktion fair und sicher sind. Außerdem stellt das Siegel Anforderungen an den umweltverträglichen Baumwollanbau.

Fairtrade Siegel

Fairtrade Siegel

Zusätzlich gibt es seit einiger Zeit ein zusätzliches Siegel von Fairtrade, das Fairtrade Textile Produktion Siegel. Dieses Siegel sichert in erster Linie gute und sichere Arbeitsbedingungen in der gesamten Produktion.

Fairtrade-Siegel

Fairtrade Siegel

Blauer Engel

Dies ist ein deutsches Siegel was Textilien kennzeichnet, die ohne gesundheitsschädigende Chemikalien herstellt wurden und außerdem den Vorgaben des Umweltstandards entsprechen. Außerdem müssen Produkte mit diesem Label eine gute Gebrauchtseigenschaft aufweisen – das bedeutet: langlebig sein. Dieses Siegel deckt sowohl Natur- als auch Kunstfasern ab.

Blauer-Engel-Siegel

Blauer Engel Siegel

GOTS-Siegel (Global Organic Textile Standart)

Dieses Siegel versichert einen ökologischen Standart von der Herstellung der Fasern bishin zum Verkauf des Kleidungsstückes sowie faire Arbeitsbedingungen. Außerdem muss das Produkt zu mindestens 70% aus biologischen Materialien gefertigt sein.

GOTS-Siegel

GOTS Siegel

Wie auch DU ganz einfach etwas nachhaltiger mit deinem Modekonsum sein kannst:

  • Spar dir wenn du neue Klamotten kaufst die Plastiktüte.
  • Achte auf die entsprechenden Siegel.
  • Kaufe Kleidung aus Second-Hand Shops.
  • Bringe deine aussortierten Klamotten zu Second-Hand Shops, auf den Flohmarkt oder verschenke sie.
  • Gebe lieber Geld für hochwertige und schonend produzierte Kleidung aus und renne nicht jedem Trend hinter her.