Was ist überhaupt „Schönheit“?

In unendlich vielen Zitaten und Sprüchen wird betont, dass es auf die innere Schönheit ankommt. Doch was ist falsch daran, wenn Frauen auf Äußerlichkeiten achten oder sich mit Schönheit befassen? Sind wir mal ehrlich, wer kann sich wirklich komplett davon frei machen, nicht auf Äußerlichkeiten zu schauen? Das Bedürfnis, schön sein zu wollen und sich schön finden, liegt in der Natur. Das war zu allen Zeiten in allen Kulturen schon wichtig.

Das natürliche Streben nach Schönheit hat etwas mit Selbstwert, Zufriedenheit und Wohlfühlen zutun. Keiner muss sich dafür schämen, wenn er gut aussehen möchte. Sei es dir wert, dich schön zu machen, dich zu schmücken und zu zeigen. Wenn du dich schön findest, wirst du glücklich und zufrieden sein, du wirst dich wohl und sicher fühlen.

Aber was macht Schönheit aus?

Äußere Schönheit wird von unterschiedlichen Kulturen und dem Zeitgeist geprägt. Verschiedene Kulturen haben die unterschiedlichsten Schönheitsideale, von Tellerlippen oder Giraffenhälsen bis hin zu fülligen statt schlanken Körpern. In den letzten Jahrhunderten hat sich auch im europäischen Raum einiges getan. Eine extrem hohe Stirn, eine eng geschnürte Taille oder ein völlig dürrer Körper wie Twiggy, war alles dabei. Heutzutage könnten volle Lippen, große Augen, eine stattliche Oberweite und schmale Taille bei Frauen sowie ein durchtrainierter Körper mit Sixpack und markantem Gesicht bei Männern der Inbegriff von Schönheit in unserem Kulturraum, sein. Was sich Menschen, besonders Frauen dafür schon deformiert und verletzt haben. Das hat auch nichts mehr mit einem gesunden Selbstwert und natürlichem streben nach Schönheit zu tun. Ich denke niemand, der seinen Körper in einer viel zu engen Korsage quält oder wer sich für ein Schönheitsideal unter das Messer legt, fühlt sich wohl und schätzt seinen Körper wirklich wert. Und das hat mit unserer heutigen Vorstellung von Schönheit auch nicht mehr viel zutun, oder? 

Und was hat das mit innerer Schönheit zu tun?

Es gibt unzählige Umfragen die bestätigen, dass ein Mensch, der nicht nur den Schönheitsidealen entspricht, sondern auch ein gesundes Selbstwertgefühl, Herzlichkeit und Natürlichkeit besitzt und dies auch ausstrahlt, von Männern und Frauen als besonders sympathisch und schön empfunden wird. Es geht also um Personen mit Charisma, die nicht nur schön gesehen sondern auch als schön empfunden werden. Meistens spielt es dann garkeine große Rolle mehr, ob der Mensch die perfekten Maße hat. 

Schönheit liegt also auch im Auge des Betrachters und dies kann sehr individuell sein. Es geht nicht um Perfektion sondern um Ausstrahlung. Und das empfindet jeder unterschiedlich, denn jeder Mensch hat einen individuellen Geschmack und andere Vorlieben.

Du siehst also, wie wichtig es ist, sich nicht ständig mit anderen zu vergleichen. Denn wenn du dich für einen anderen Menschen so veränderst, um ihm zu gefallen, du dich dabei aber selbst verlierst und nicht mehr wohl fühlst, macht dich das auf Dauer seelisch krank.

Ich denke, kaum jemand kann sich komplett davon frei machen, auf äußere Merkmale einer Person zu achten. Doch sollte man sich bewusst sein, dass Schönheit nichts mit Perfektion zu tun hat. Wenn eine Person sich grundsätzlich nicht wohl fühlt, sich äußerlich und innerlich vernachlässigt, sehr negativ ist und dies mit einer künstlichen Perfektion versucht zu verstecken, dann bringt ihm diese Perfektion gar nichts, denn ihm fehlt das Strahlen und das Licht, das ihn zu etwas besonderem macht.

Was verschönert dich wirklich?

  • In erster Linie musst du dich wohl fühlen und zu dir selbst stehen. „Sorge für dich, als wärst du die Liebe deines Lebens.“ Das könnte dein Motto sein. Statt dessen ist der Glaubenssatz „Wer schön sein will muss leiden.“ weit verbreitet. Denke über diesen Satz mal nach, wenn du schön sein willst, musst du leiden. Wenn du leidest, geht es dir nicht gut und du verlierst dein inneres Strahlen. Diesen Glaubenssatz solltest du schnell über Board werfen. Du bist eine einzigartige und individuelle Persönlichkeit mit einer ganz individuellen Schönheit.
  • Trage passende Farben und Klamotten in denen du dich wohl und schön fühlst. Mode muss nicht teuer sein. Wenn du weißt was dir steht, kann auch ein preiswertes Kleidungsstück wunderschön an dir aussehen. Wenn du nicht weißt, was dir steht und was deine Persönlichkeit unterstreicht, dann lass dich beraten. In unseren Color- and Style Coachings gehen wir genau darauf ein. Denn Stil ist, wenn deine innere Persönlichkeit, dein Charakter mit dem Außen – Körpersprache, Stimme und Wirkungswunsch – übereinstimmt.
  • Sei deine beste Freundin oder dein bester Freund, denn du musst das ganze Leben mit dir verbringen. Du hast es verdient, dass du gut mit dir umgehst. Und erwarte es auch nicht von anderen, wenn du es selbst nicht kannst.
  • Nimm dir Zeit für deinen Körper, deinen Geist und Seele, damit du dich selbst immer besser kennen und verstehen lernst. Das macht dich zu einer authentischen Persönlichkeit. Authentisch sein bedeutet also, du musst dich nicht verstellen, sondern du kannst dich so zeigen wie du bist. Das bedeutet aber auch, Schwäche zeigen zu können. Es ist also auch völlig in Ordnung zu zeigen, wenn es dir mal nicht so gut geht. Du bist trotzdem schön.
  • Wenn wir lieben, zeigt sich die Fähigkeit das Schöne zu sehen, besonders. Und das beginnt bei uns selbst. Liebe und schätze dich selbst wert. Liebevolle Menschen haben es einfacher, in sich und anderen die Schönheit zu erkennen.